Donnerstag, 25. Januar 2018

Auf in die Masai Mara

Am Sonntag pünktlich um 6:45 Uhr war Abfahrt geplant und wir waren keine Minute zu spät. Eine ziemlich lange Tour sollte heute vor uns liegen: ca. 250km vom Lake Elementaita in die Masai Mara. Das klingt eigentlich gar nicht so lang, allerdings sind die Straßen nicht so gut ausgebaut und die letzten 2h geht es komplett auf Stein- und Schottwegen voran. Wir sind durch das Sekenani Gate in das Reservoir, das ordentlich geschützt wird. Man benötigt eine Lizenz und einen Guide um das Areal zu betreten, selbst fahren ist nicht, weshalb in Kenia eigentlich nur gebuchte Safaris mit Guides in Frage kommen. Mit der Masai Mara lag schon das erste Highlight der Reise ziemlich am Anfang - es ist einer der besten und beliebtesten Nationalparks für Tierbeobachtungen in Kenia und besonders reich an Löwen, Geparden und Leoparden. Der Park liegt im Südwesten des Landes, direkt an der Grenze zu Tansania und ist ca. 1500 km² groß.

 Abschiednehmen I

 Abschiednehmen II

Check Out Karte: nicht ungewöhnlich, beim Verlassen des Geländes muss die Karte vorgezeigt werden (Beleg, dass man alle Rechnungen beglichen hat)

  Die Liste wurde uns auf dem Weg überreicht 

 
Tanken zwischendurch

Wir sind wie geplant so gegen 13 Uhr angekommen und staunten nicht schlecht. Unsere Unterkunft Sentrim Masai Mara liegt am Anfang des Reservoir, sehr beschaulich mit Pool und insgesamt eine sehr schöne Anlage und bringt auch Wildnis Flair mit: Strom und heißes Wasser gibt es nur morgens und abends (am Tage wird alles abgeschaltet), Security bringen dich zum Zimmer bzw. holen dich ab (Schutz vor Tieren) und die Betten sind mit Netzen geschützt. Ideal für zwei Nächte.

 Einfahrt

Unsere Unterkunft

 Der Pool

Unsere Hütte

Sogar zwei Betten, endlich mal Platz auch für mich

 
 Zur Stromgewinnung


Das hing überall in der Lodge aus - vielversprechend, oder?

Nach dem Beziehen unserer kleinen Hütte bekamen wir noch ein leckeres Mittagessen, ausnahmsweise mal kein Buffet, sondern wir konnten von einer Karte mit ein paar Optionen wählen. Danach konnten wir noch etwas am Pool chillen bevor es Punkt 16 Uhr los ging mit unserem ersten „Game Drive“ (Pirschfahrt). Wir hatten bis dato noch keine Tiere bis auf Zebras und kleinen Antilopen gesehen. 

Tusker, ein Lokales Bier - bedeutet übersetzt auch Elefant (mit Stoßzähnen)

 Optisch und geschmacklich sehr ansprechend

Fisch

 
Morgens, mittags, abends: immer frisches Obst

  Los gehts - wir sind bereit

Wir waren keine 5 Minuten unterwegs und noch kein Tier gesehen, da machte sich die erste Aufregung breit. Auf der linken Seite eine Ansammlung von Autos und es wurde auch gefunkt – was war da los? Wir näherten uns und schienen schon alles verpasst zu haben, fuhren weiter und konnten dann doch noch ein Nashorn entdecken, das dann noch auf uns zu kam.

 Ist da was?

 JAAAAAA - ein Spitzmaulnashorn (Schwarzes Nashorn)

 Und alle schauen...

 Es kam uns sogar nochmal richtig nah

In voller Breite...

Das war schon ein beachtlicher Erfolg, wie wir danach erfahren sollten, gibt es in der Masai Mara kaum noch Nashörner. Er hatte aber auch seinen Preis: wir und viele andere Autos bzw. Guides mussten Strafe zahlen, da das Gras unter keinen Umständen befahren werden darf (man darf die Wege auf keinen Fall verlassen) - da gibt es auch keine Toleranz und soll dem Schutz der Natur dienen. berechtigterweise natürlich. Allerdings hatten wir nur ein parkendes Auto überholt - nun gut, 4000 KES (ca. 30€) waren dann weg, aber wir denken, das ist alles mit einkalkuliert.

Wir fuhren weiter und sahen noch viele andere Tiere, das Highlight waren zwei Geparden, die ich zuvor auch noch nicht gesehen hatte, sowie eine Löwen Familie und ein paar Büffel. Gegen 19 Uhr waren wir zurück in der Lodge und hochzufrieden, denn wir hatten schon drei der Big Five gesehen.


 Zwei Geparden...

 
Einzelporträt
 Gnu

 Zwei Löwinnen...

 ...sind am schmusen

 Und noch eine...

Giraffen...

  Kurz vor der Rückkehr doch festgefahren...

....und wir mussten uns helfen lassen

Abends genossen wir dann nur noch das Abendessen an einem schönen Tisch draußen mit etwas Wein, denn wir mussten ja für den nächsten Tag fit sein.

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