Mittwoch, 31. Januar 2018

Abschiednehmen in Lebensgefahr

Da war er, unser letzte Tag der Safari mit Peter. Am Samstag hieß es dann wirklich: Abschiednehmen. Wir hatten ein opulentes Frühstück, genossen noch 1-2 Stunden die Sonne bevor uns dann Peter abholte um uns zum Diani Beach zu fahren. Als wir dann gehen wollten, musste uns Garry noch unbedingt vom "Unfall" am Tag zuvor erzählen, was sie vor der Abreise nicht erzählen wollten. Ich dachte zunächst vielleicht an eine verstopfte Toilette oder ein geplatztes Rohr. Aber nein, ganz stolz erzählte Garry, wie sie am Freitag an unserer Villa eine KOBRA entdeckt hatten. Kobra? Ja, genau: tödlich. Genaugenommen war es wohl eine Speikobra, die Gift in die Augen spucken kann (aus bis zu 4m Entfernung) und somit im Nahkampf schwierig zu erlegen ist (ungelogen: ein Säbel lag bereit bzw. wurde uns ebenfalls vorgeführt). Daher musste sie mit einer Shotgun aus weiter Entfernung erschossen werden. Witzig nur, dass wir uns am Vorabend erkundigt hatten, ob wir denn das Fenster über Nacht offen lassen könnten: kein Problem wurde uns gesagt. Najaaaaaaaa

 Wir schreiben die Karte für Peter

 Eine Art Gemeinschaftsraum 

 
Das muss noch erwähnt werden: die Toilette war draußen, outdoor - tierische Gesellschaft garantiert

Garry mit der erlegten Cobra

Als wir dann die Rechnung für die Getränke begleichen wollten, erfuhren wir, dass das ja eine All-Inclusive Unterkunft wäre: alles mit drin, sogar jeglicher Alkohol. Na toll, das hätte man uns vielleicht mal früher sagen können. Bei allen anderen Unterkünften war nur das Essen drin und die Getränke kamen extra. Etwas Schade, wir bekamen dafür aber noch eine Flasche Wein mit - immerhin. Ganz entsetzt erzählten sie dann von einem deutschen Paar, das kurz vor Weihnachten dort für zwei Nächte blieb, die am ersten Tag zehn und am zweiten Tag acht Flaschen Wein konsumierten - das muss man sich mal vorstellen. Anscheinend muss das durch die Nachfolgegäste noch entsprechend ausgeglichen werden.

Nach einer Stunde Fahrt waren wir dann schon am Diani Beach an unserem Hotel Ocean Village Club angekommen. Unterwegs erzählte uns Peter noch von seiner längsten Safari: 31 Tage am Stück, Vogelsafari und die Gäste interessierten sich für nichts anderes. Die ersten Vögel morgens um 5 Uhr, die letzten abends um 19 Uhr, Löwen am Auto waren uninteressant - "Einmal und nie wieder" meinte er nur lachend. Dann hieß es dann Abschied nehmen - wir bedankten uns bei Peter für die tolle Tour, übergaben die Karte mit lieben Worten und Trinkgeld. Wir waren dann schon ein bisschen traurig, dass die Safari vorbei war. Wir haben jeden Tag so viel erlebt, gesehen und uns rundum wohlgefühlt und sicher gefühlt. Eine uneingeschränkte Reiseempfehlung kann ausgesprochen werden.

Abschiedsfoto

Das Hotel: ebenfalls eine schöne Anlage im Grünen - aber auf dem ersten Blick wussten wir nicht viel damit anzufangen. Den ganzen Tag Strand? Keine Ferngläser mehr? Was machen wir denn den ganzen Tag? Ja, das ist schon ein ganz anderes Urlaubsmodell, das uns gar nicht so liegt - aber wir hatten uns vorab auch für eine Woche Entspannung und Strand entschieden.

 In der Mitte: unser Zimmer

 Balkon mit Blick ins Grüne und zum Meer

Das größte und bis dato beste Bett

 Viel Platz

 Badezimmer, sehr gut

 Lesesessel

 Strand

 Pool

 BBQ Nacht - es wurde draußen gespeist

Unser Wein (ich kann vorwegnehmen, heute ist er nicht mehr da)

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