Sonntag, 28. Januar 2018

Amboseli National Park

Am Dienstag haben wir die Mara morgens 6:30 Uhr verlassen – es stand die längste Tagesetappe überhaupt auf dem Plan. Das Ziel: Amboseli Nationalpark. Es galt ca. 500km zu überwinden und es war klar, dass wir nicht vor 17 Uhr ankommen würden. Wir mussten wieder zurück an Nairobi vorbei und viele Kilometer auf der A109 fahren, der Hauptverkehrsstraße zwischen Nairobi und Mombasa – mit entsprechendem Verkehr. Am Ende sind wir sogar erst gegen 18 Uhr angekommen, was aber auch wieder schlimmer klingt als es war. Der Nationalpark ist hauptsächlich für zwei Eigenschaften bekannt: er liegt idyllisch am Fuße des Kilimandscharos und beherbergt sehr viele Elefanten. Bis auf das Nashorn sollen aber auch die Big Five auffindbar sein. 

 Auch nicht selten: Straßen und Wege voller Tiere bei der Abfahrt aus der Mara


 Kühlbox gepackt

 Auch noch nie gesehen: Beim Tanken wird die eine Seite angehoben, damit mehr rein passt

 Kibera im Südwesten von Nairobi - größter Slum von ganz Afrika - ca. 1 Mio Menschen leben dort

Spätestens alle 2h haben wir eine kleine Pause gemacht. Peter rauchte ein Pfeifchen und bekam einen Kaffee während wir auf Toilette konnten. Wir hielten immer bei so kleinen und sicheren Geschäften, wo man gratis auf Toilette und danach natürlich auch Souvenirs shoppen konnte. Die Preise werden natürlich verhandelt, das ganze läuft aber wesentlich angenehmer ab als in anderen Ländern. Spezialpreise bekommen die „First customer of the day“ und überhaupt sollen die Geschäfte beide Parteien glücklich und zufrieden machen.

 
Unser Stop für ein kleines Mittagessen, Peter am Telefon

 Hinten raus auch eine schöne Anlage

 Ein Beispiel eines gut sortierten Souvenir Fachgeschäfts

Peter hat spätestens an diesem Tag seine Qualitäten als Fahrer und Guide gezeigt: souverän und sicher haben wir die nicht einfache Strecke gemeistert: wo überholt werden konnte, hat er überholt, wo es nicht ging, haben wir es gelassen, aber stets mit einem spürbaren Drang und Zug voran, hinterherfahren ist auch nicht sein Hobby - dennoch habe ich nicht einmal mitgebremst. Es waren unglaublich viele LKW’s unterwegs, die sich auch gegenseitig überholten und ausbremsten, jede Richtung hat auch nur eine Spur. Wir sind an vielen Unfällen vorbei: vom harmlosen Blechschaden bei einem Auffahrunfall direkt vor uns, bis hin zu einem max. 5 Minuten alten Unfall mit (wir vermuten) 2 LKW, wo bei dem einen die Fahrerzelle vorne total zerflettert war und der Fahrer von mehreren Leuten in einem Laken aus dem Auto getragen wurde. Das sah richtig übel aus und wir waren froh, als wir von der Straße runter waren.

Irgendwann sind wir dann angekommen und das Muster wurde dann auch langsam erkennbar: bei Ankunft erhält man erstmal frische Obstsäfte und ein feuchtes Tuch, um sich vom Staub zu befreien und sich frisch machen zu können.  Parallel wird der Check-In erledigt und danach werden die Koffer zur Unterkunft getragen – in der Sentrim Amboseli Lodge hatten wir ein schönes großes Zelt. Dort werden nochmal alle Schikanen und Feinheiten erklärt: Warmwasser- und Stromzeiten, Verschluss des Zeltes, die relevanten Lichtschalter etc.

 Eingang der Lodge - Sentrim Amboseli Lodge Hotel

Unser bescheidenes Zelt (mit Terrasse)

 Der Haupteingang

 
Das Innere - sehr schön 

Das Bad

Blick von unserer kleinen Terrasse auf den Kili

 Das Restaurant in der Abendsonne

Unterkunft: sehr gut! Die Zelte waren komfortabel und groß, sehr sauber und schick in die Anlage integriert. Es gab wieder einen Pool und ein schönes Restaurant. Das Abendessen: wie erwartet und gewohnt: Reis, Kartoffeln, Gemüse und zwei Fleischsorten: Hähnchen + Zugabe. Dazu gibt es aber immer noch eine „Show Cooking“ Einlage, wo nochmal etwas frisch vor den Augen der Gäste zubereitet wird (bspw. Pizza oder frische Wok Gerichte) sowie viele Beilagen, Desserts, Suppen – aber das Rahmen ist relativ fix.

Nach dem Abendessen ging es dann wieder flott ins Bett – am nächsten Tag hatten wir zwei Pirschfahrten: eine am Morgen, eine am späten Nachmittag. Der Nationalpark an sich ist komplett anders als die Masai Mara: sehr flach und sehr trocken. Peter hat erzählt, dass auch hier der Klimawandel spürbar ist. In den letzten 10 Jahren ist es sehr trocken geworden und auch der Kilimandscharo wird bald, vielleicht schon 2020, keinen Schnee mehr tragen.

Die Pirschfahrten waren gut, wir haben viele Elefanten und Löwen entdeckt, aber wie erwartet keine Nashörner oder Leoparden. Das Highlight war ein Elefantenbaby, das etwa erst eine Stunde zuvor auf die Welt gekommen war. Das Baby verbringt zuvor ca. 22 Monate im Bauch der Mutter, die selbst in 5 Jahren nur 3 Tage fruchtbar ist – bemerkenswert. Ansonsten gab es auch Hippos, Büffel, Hyänen und Storche aus Europa.


 Einfahrt durch das Kimana Kate am Morgen

 Die Tickets, hochformal und gestempelt


 Eine Hyäne

 Stets interessant: wenn eine Herde gespannt in eine Richtung schaut...

 ...ist meistens Gefahr in der Nähe: hier ein Löwe auf der Lauer

 Elis

 Das Neugeborene mit der Mama

Noch mehr

 Eine kurze Pause in der Oltuka Lodge - eine sehr schöne Anlage

 ...und auch entsprechend bewertet und angepriesen

 Blick in den "Garten" (hinten raus) mit Blick in die Ferne und zu den Tieren

 Ein Hippo mit Elefanten im Hintergrund

 Eine Elefanten Karawane

 Auch das gehört dazu...ein ehemaliges Zebra, kein Knochen oder Teil darf entfernt werden

 Zebras und Giraffen im Hintergrund

 Büffel

 Ein Löwe

Die Zeit zwischen den Fahrten verbrachten wir am Pool und tankten ordentlich Sonne, denn Tanning sollte ja nicht zu kurz kommen. Der Abend verlief unspektakulär ohne besondere Vorkommnisse – Essen wie gehabt, sehr gut und dann relativ früh in die Heia. 

 Entspannung pur

Bar neben dem Restaurant

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