Dienstag, 6. Februar 2018

Das letzte Jambo...

...gab es am Samstag: Abreise. Die Woche verging dann doch sehr schnell am Diani Beach und wir mussten nun die Koffer packen. Mittags gegen 13 Uhr ging es Richtung Flughafen Mombasa wo wir mit Kenya Airways nach Nairobi flogen und von dort weiter nach Frankfurt. So um 5:20 Uhr sind wir dann am Sonntag bei 0 Grad in Frankfurt gelandet - hurra. Die Tage zuvor verbrachten wir entspannt ohne besondere Vorkommnisse am Pool, genossen die Sonne und kauften die letzten Souvenirs.

 Die Anlage vom Strand

Der Name unseres Hotels

 Unser Lieblings Mittagssnack: Samosas mit Beef oder Gemüse gefüllt

 Unser Haustier...

 ...auch traurig, dass wir gehen mussten

 
Maßarbeit beim Kofferpacken: nur 23 kg auf dem Kenya Airways Flug waren erlaubt

 Flug KQ609 - Embraer 190 (5Y-KYS)

 "The Pride of Africa"


Der Kilimandscharo

 Ein paar Facts. Interessant: Exportgut #1: Schwarztee

 Anflug auf Nairobi

Im Flugzeug nach Frankfurt

 Streckenführung des Fluges LH591

Das Gerät: A340-300 (D-AIGO): Offenbach

Fazit: sehr positiv - der Urlaub war wirklich klasse und insbesondere die Safari sehr empfehlenswert. Die Nationalparks waren sehr abwechslungsreich wobei die Masai Mara am Anfang auch das Highlight war, wo wir auch die Big Five sichten konnten. Insgesamt haben wir mit allen Pirschfahrten und Abstechern um die 2400 km zurückgelegt. Die zweite Woche diente dann zur Entspannung und die anfängliche Langweile verflog dann bei überragendem Wetter doch sehr schnell. Sicher fühlten wir uns zu jeder Zeit - wir mussten keine kritische Situation meistern und wir empfanden auch die Menschen stets (ehrlich) freundlich. Ob wir wieder kommen würden oder werden? Klar, denn Peter legte uns auch den Norden Kenias mit Samburu und Sweet Water für Tierbeobachtungen ans Herz - wer ist dabei? :-)

Das war der letzte Post im Urlaubsblog - wir verabschieden uns mit einem Asante sana für die Gastfreundschaft und tollen Erlebnisse in Kenia.

Freitag, 2. Februar 2018

Die Tage am Diani Beach

Mittlerweile haben wir uns sehr gut eingelebt und genießen die freien Tage hier. Das Wetter ist prima, morgens vielleicht noch etwas bewölkt, spätestens ab 12 Uhr setzt sich die Sonne aber schonungslos durch. Weit über 30 Grad, blauer Himmel und Sonne pur. Wir spielen jeden Tag Volleyball und haben somit auch andere Gäste kennengelernt. Mit Tom und Jade, zwei Engländer aus London, waren wir am Mittwoch in einem Pub um die Ecke Tottenham gegen Manchester United schauen (2:0). Aber auch Hans und Karin, zwei Österreicher aus Salzburg, sind ganz witzig. Insgesamt ist das Publikum hier sehr gemischt: ich würde sagen, die Deutschen stellen schon noch knapp die größte Fraktion, erreichen aber keine absolute Mehrheit. Viele Franzosen und Briten sind hier; eine sechsköpfige Familie aus Chile, Italiener, Polen, ein Paar aus Ägypten  - ein ganz bunter und angenehmer Strauß.

Unsere Lieblingsbeschäftigung #1

 Pavillion am Strand

 
Strand zur Linken

 
Strand zur rechten 

 Überall, auch auf unserem Balkon

 
Lieblingsbeschäftigung #2: Massage

 "International Club"

 Coole Bar - 1550 KES (ca. 12€) für zwei Wein, ein Bier und doppelten Jack Daniels mit Cola

 Happy

Die wenigsten verlassen die Anlage, wir waren auch nur kurz 2x in den Geschäften um die Ecke. Für 50 KES (40 Cent) fährt dich ein Tuk Tuk und bringt dich ins 4km entfernte Shopping Center. Viele kombinieren den Aufenthalt am Strand mit Safariausflügen, die meisten aber nur 2-3 Tage, was ihnen dann aber auch schon zu anstrengend war (was wir natürlich nicht verstehen konnten). So freundet man sich hier jedenfalls ein bisschen an, grüßt sich, kennt sich - eine kleine Kolonie, Gäste kommen und gehen.

Im Tuk Tuk: Achtung, auch hier Linksverkehr

 
Ordentlich Fahrtwind

 Ein großes Thema hier (interessanter Artikel hier auf Deutsch)

 
Shopping Center

 Im Supermarkt

 Jeden Abend eine Show -  am Montag: Snake Show

 Erst die kleine...

 ...dann die große


Morgen fliegen wir auch schon wieder zurück und die Entschleunigung nimmt ein Ende. Vorher wird aber nochmal Sonne getankt, gebadet und sicher auch nochmal Volleyball gespielt.

Mittwoch, 31. Januar 2018

Abschiednehmen in Lebensgefahr

Da war er, unser letzte Tag der Safari mit Peter. Am Samstag hieß es dann wirklich: Abschiednehmen. Wir hatten ein opulentes Frühstück, genossen noch 1-2 Stunden die Sonne bevor uns dann Peter abholte um uns zum Diani Beach zu fahren. Als wir dann gehen wollten, musste uns Garry noch unbedingt vom "Unfall" am Tag zuvor erzählen, was sie vor der Abreise nicht erzählen wollten. Ich dachte zunächst vielleicht an eine verstopfte Toilette oder ein geplatztes Rohr. Aber nein, ganz stolz erzählte Garry, wie sie am Freitag an unserer Villa eine KOBRA entdeckt hatten. Kobra? Ja, genau: tödlich. Genaugenommen war es wohl eine Speikobra, die Gift in die Augen spucken kann (aus bis zu 4m Entfernung) und somit im Nahkampf schwierig zu erlegen ist (ungelogen: ein Säbel lag bereit bzw. wurde uns ebenfalls vorgeführt). Daher musste sie mit einer Shotgun aus weiter Entfernung erschossen werden. Witzig nur, dass wir uns am Vorabend erkundigt hatten, ob wir denn das Fenster über Nacht offen lassen könnten: kein Problem wurde uns gesagt. Najaaaaaaaa

 Wir schreiben die Karte für Peter

 Eine Art Gemeinschaftsraum 

 
Das muss noch erwähnt werden: die Toilette war draußen, outdoor - tierische Gesellschaft garantiert

Garry mit der erlegten Cobra

Als wir dann die Rechnung für die Getränke begleichen wollten, erfuhren wir, dass das ja eine All-Inclusive Unterkunft wäre: alles mit drin, sogar jeglicher Alkohol. Na toll, das hätte man uns vielleicht mal früher sagen können. Bei allen anderen Unterkünften war nur das Essen drin und die Getränke kamen extra. Etwas Schade, wir bekamen dafür aber noch eine Flasche Wein mit - immerhin. Ganz entsetzt erzählten sie dann von einem deutschen Paar, das kurz vor Weihnachten dort für zwei Nächte blieb, die am ersten Tag zehn und am zweiten Tag acht Flaschen Wein konsumierten - das muss man sich mal vorstellen. Anscheinend muss das durch die Nachfolgegäste noch entsprechend ausgeglichen werden.

Nach einer Stunde Fahrt waren wir dann schon am Diani Beach an unserem Hotel Ocean Village Club angekommen. Unterwegs erzählte uns Peter noch von seiner längsten Safari: 31 Tage am Stück, Vogelsafari und die Gäste interessierten sich für nichts anderes. Die ersten Vögel morgens um 5 Uhr, die letzten abends um 19 Uhr, Löwen am Auto waren uninteressant - "Einmal und nie wieder" meinte er nur lachend. Dann hieß es dann Abschied nehmen - wir bedankten uns bei Peter für die tolle Tour, übergaben die Karte mit lieben Worten und Trinkgeld. Wir waren dann schon ein bisschen traurig, dass die Safari vorbei war. Wir haben jeden Tag so viel erlebt, gesehen und uns rundum wohlgefühlt und sicher gefühlt. Eine uneingeschränkte Reiseempfehlung kann ausgesprochen werden.

Abschiedsfoto

Das Hotel: ebenfalls eine schöne Anlage im Grünen - aber auf dem ersten Blick wussten wir nicht viel damit anzufangen. Den ganzen Tag Strand? Keine Ferngläser mehr? Was machen wir denn den ganzen Tag? Ja, das ist schon ein ganz anderes Urlaubsmodell, das uns gar nicht so liegt - aber wir hatten uns vorab auch für eine Woche Entspannung und Strand entschieden.

 In der Mitte: unser Zimmer

 Balkon mit Blick ins Grüne und zum Meer

Das größte und bis dato beste Bett

 Viel Platz

 Badezimmer, sehr gut

 Lesesessel

 Strand

 Pool

 BBQ Nacht - es wurde draußen gespeist

Unser Wein (ich kann vorwegnehmen, heute ist er nicht mehr da)

Dienstag, 30. Januar 2018

Eine Nacht in den Shimba Hills

Man sagt ja so schön: Freitag = Freutag - so aber nicht letzte Woche. Wir verließen bereits um 6:30 Uhr Tsavo West und steuerten nun den Indischen Ozean an, mit der Gewissheit, die Safari würde nun ganz bald enden. Eine Tagesetappe von schlappen 300km, aber für autogeprobte Mitfahrer wie uns natürlich kein Problem. Bei der Ausfahrt aus dem Park entdeckten wir noch ein paar Tiere bevor wir die übliche Reisegeschwindigkeit aufnahmen.

Auch hier wieder: Check Out Karte

Halt an einer Tankstelle

 
So können die Herrentoiletten auch aussehen

Der schwierigste Abschnitt der Tour: wir mussten durch Mombasa fahren, eine Fähre nutzen und als am Wasser angekommen, Richtung Süden fahren. Mombasa erwies sich jedoch als große Herausforderung: Autos und LKW's ohne Ende. Man könnte sagen, es herrschte Stau - das wäre aber aus meiner Sicht zu kurz gegriffen. Ich würde sagen: Verkehrschaos ohne Ende. Die Straßen gerappelt voll, größtenteils Stillstand und jeder sucht sein Glück in waghalsigen Überholmanövern, Abkürzungen oder wie man sonst überhaupt irgendwie vorankommen kann. Wir selbst mitten drin: Stau auf der Hauptstraße, ab in den Seitenweg, zwei LKW's festgefahren bzw. blockiert, im Rückwärtsgang zurück, noch engere Seitenstraße, wieder zwei LKW's blockiert (da einfach zu eng und kein Platz) - so in etwa spielte es sich ab. Dazu: weit über 30 Grad, alle Fenster offen, aber kaum Fahrtwind, da die meiste Zeit nur langsam voran. Selbst Peter kam ins Schwitzen und war am Ende froh, als wir auf der Fähre waren und das gröbste hinter uns lag ("we are on board"). Ich fragte ihn, ob das normal gewesen sei und er das erwartet hätte, was er nüchtern einfach bejahte. Das Problem: Mombasa ist eine Millionenstadt und der Hafen von massiver Bedeutung, der wichtigste in Ostafrika, aber die Be- und Entladung erfolgt nur mit LKW's - dazu keine richtig ausgebauten Straßen, die dem Volumen auch nur ansatzweise gerecht werden könnten

Ein interessantes Erlebnis - sicher fühlten wir uns trotzdem, auch wenn das der erste Moment der Reise war, wo wir die Türen von innen verschlossen, da wir auch an Slums vorbei sind, mit vielen Menschen auf der Straße, wo jeder sein Glück sucht und man nie so richtig weiß.

Gegen 15 Uhr sind wir dann in unserer nächsten aber auch letzten Safari Unterkunft angekommen, und die sollte es auch in sich haben: Kutazama. En traumhaftes kleines Anwesen mit nur zwei Suiten und fantastischem Blick von den Shimba Hills auf das Elefantenschutzgebiet Mwaluganje Elephant Sanctuary. Es liegt direkt am Hang und wurde vor ca. 12 Jahren von den Inhabern Gill und Garry, beide englischen Ursprungs, erbaut - sehr privat, idyllisch und exklusiv. Wir bekamen noch ein spätes Lunch, frisch vom Chefkoch zubereitet.

 Unsere Liegen am Pool

Unsere Villa
 
 Die zweite Etage unserer Villa - zum Relaxen gedacht

 Ebenfalls mit Liegen und Stühlen 

 
Untere Etage: sehr schönes Bett 

Infinity Pool

 Die Speisekarte für Lunch und Dinner

 
Blick von oben auf unseren Tisch 

Träumchen

Blick von unten auf die Bar und oben die (offene) Küche

 Vorspeise

 Vielleicht etwas schwer für ein so spätes Mittagessen, lecker war es aber

 Hmmmmmm....

Der einzige Wehrmutstropfen: Peter konnte nicht in der Unterkunft schlafen, da es keine Fahrerzimmer gab. Er ist dann zu einem anderen Hotel in der Nähe gefahren und hat dort übernachtet. Das war schon ein komisches Gefühl, als er mal nicht in der Nähe war.

Die Zeit bis zum Abendessen verbrachten wir am Pool, wie sollte es anders sein. Dazu ein schöner Sundowner Cocktail, leise Musik und etwas Erholung. Gegen 20 Uhr startete unser Abendessen, wobei wir noch keinen großen Hunger hatten. Die Unterkunft war super schön, keine Frage. Wir wussten aber vorher auch nicht wie exklusiv, edel aber auch einsam es sein würde, denn wir waren an dem Tag die einzigen Gäste - ganz anderes Feeling als die Tage zuvor.

 Service wird über ein Walkie Talkie bestellt (auch eine Premiere)

 Und der Chefkoch persönlich bringt die Drinks

Tiere gehören aber auch dazu: Fledermäuse bspw.

 Das Bett vorbereitet, wieder mit Netzen

Busch Babys wurde mit Bananen gefüttert